Kunst ist für alle da

Auch wohlwollende Mitbürger machen skeptische Gesichter, als 1974 ein paar Gleichgesinnte um den Goslarer Industriellen Peter Schenning einen Verein gründeten, der ausgerechnet hier, in der tiefsten niedersächsischen Provinz, moderner Kunst den Weg ebnen wollte.
Doch schon mit der Stiftung des Goslarer Kunstpreises und seiner Verleihung an Henry Moore wurde der ganz und gar nicht provinzielle Anspruch deutlich.

 

Inzwischen gilt der “Kaiserring”, für den der Verein zur Förderung moderner Kunst in Goslar (VFK) federführend ist, als einer der begehrtesten Kunstpreise der Welt.
Der nächste Schritt war die Gründung des Mönchehaus-Museums für moderne Kunst, das der Verein seit 1978 in künstlerischer und administrativer Verantwortung führt.
Ein hochklassiges Ausstellungsprogramm, Musikabende und Jazzmatineen, Lesungen, Kleinkunst-Veranstaltungen und Diskussionsforen machen es zu einem Anziehungspunkt für jährlich über 20.000 Besucher von nah und fern.

Dass die zeitgenössische Kunst in Goslar einen festen Platz hat, wird buchstäblich auf Schritt und Tritt offenbar: Es dürfte nicht viele mittelalterliche Städte geben, in denen so viele moderne Kunstwerke einen reizvollen Kontrast zum historischen Ambiente bilden.
Und nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in öffentlichen Räumen sorgt der VFK für die Präsenz moderner Artefakte – im Theaterfoyer, in Schalterhallen oder Hotels.

 



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